Primärenergieverbrauch sinkt immer schneller

Notorische Erneuerbare-Energien-Skeptiker führen gern ins Feld, dass vom Primärenergieverbrauch lediglich ein sehr kleiner Anteil aus erneuerbaren Quellen gedeckt wird, da der Strommarkt lediglich 20% der Primärenenergieaufwendungen verursacht. Das ist zwar generell richtig, aber mit zunehmenden EE-Anteilen und zaghaft beginnender Sektorkopplungen (neben dem elektrischen Fahren vor allem die in EFH-Neubauten inzwischen zu 40% anzutreffenden Wärmepumpen) sinkt nun endlich auch der Primärenergiebedarf.

In nachfolgender Grafik habe ich die Trendlinie um Verschiebungseffekte infolge der Finanzkrise bereinigt und Corona-Effekte bewusst nicht in die Reduktion reingenommen. Im Ergebnis hat sich die Reduktion des Primärenergieverbrauchs auf ca. 1,4% pro Jahr erhöht. Trotz Wirtschaftswachstum, trotz steigender Beschäftigung, trotz steigender Verkehrsmengen und immer schwererer Autos, trotz geringen Erfolgen beim Dämmen der Gebäudesubstanz und trotz nahezu gleichen Stromverbrauchs.

Im übrigen sieht die AG Energiebilanzen infolge von Corona einen reduzierten Primärenergiebedarf in einer aktuellen Publikation bei 7-12% für das Gesamtjahr 2020 – im ersten Halbjahr wurden immerhin -8,8% gemessen.

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